Cordyceps

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Überblick:

Cordyceps Sinensis findet in der traditionellen chinesischen Medizin seit vielen Jahrhunderten Anwendung. Der Pilz, welcher ursprünglich der tibetanischen Hochebene entstammt, kann im menschlichen Körper gleich eine Reihe unterschiedlicher, positiver Effekte herbeiführen. Besonders bekannt ist er für seine ausdauer- und leistungsfördernde Wirkung. Diverse Studien haben gezeigt, dass der Pilz auch bei zahlreichen weiteren Beschwerden eine Besserung herbeiführen kann.

Als Nahrungsergänzungsmittel hat der Pilz in Extraktform mittlerweile auch in vielen westlichen Ländern Einzug gehalten. Angewendet werden kann er in Form von Kapsel-, Pulver- oder Flüssigextrakt.

Was ist Cordyceps

1. Was ist Cordyceps?

Der Pilz gehört zur Gattung der Schlauchpilze. Im Gegensatz zu vielen anderen Pilzarten wächst er nicht aus dem Boden selbst heraus, sondern parasitiert die Larven und Puppen verschiedener Insektenarten. Erkennbar ist er an seiner zylindrischen Schlauchform, gelblichen Farbe und den verdickten Spitzen. Eine Abart des Pilzes ist der Ophiocordyceps unilateralis. Dieser nutzt Ameisen als Wirt und ist in der Lage, deren Verhaltensweise zu kontrollieren. Der Wirt verliert dabei die Kontrolle über den eigenen Körper.

Die wohl bekannteste Art des Pilzes mit der Bezeichnung Cordyceps Sinensis stammt aus China. Er kommt hauptsächlich auf dem tibetanischen Hochplateau in 3.000 bis 5.000 Metern Höhe vor. In der traditionellen chinesischen Medizin findet er seit Jahrhunderten als Heilpilz Verwendung. Ähnlich wie andere Pilzarten wie Ling Zhi, Hericium oder Reishi werden diesem chinesischen Höhenpilz diverse Heilwirkungen zugeschrieben.

Die Nachfrage ist in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen, sodass die reine Wildsammlung nicht mehr ausreicht, um den Bedarf zu decken. Dies hat zu einem starken Anstieg des Preises geführt.

Pilzzuchtunternehmen ist es gelungen, den Pilzfruchtkörper mit hoher Qualität auf pflanzlichen Substraten zu züchten.

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Wie wirkt Cordyceps

2. Wie wirkt Cordyceps?

Im besonderen Fokus der modernen medizinischen Anwendung steht der Cordyceps CS-4. Dieser ähnelt stark der ursprünglich auf dem tibetanischen Hochplateau wachsenden Pilzart. Zusammensetzung und Heilwirkung sind mit den traditionellen Vitalpilzen der chinesischen Medizin weitgehend identisch. Daneben findet auch der verwandte Ophiocordyceps als Heilmittel Anwendung.

Ursprünglich erlangte der Extrakt Bekanntheit für seine anregende Wirkung auf Körper und Geist. Die traditionelle chinesische Heilkunde schrieb den Pilzen eine stärkende Wirkung auf den Lungen- und Nierenmeridian zu. Mittlerweile gibt es auch eine Reihe medizinischer Studien, welche die biochemischen Effekte der Vitalpilze auf den menschlichen Körper näher untersucht haben. Cordyceps Wirkung auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit ist damit auch aus medizinischer Sicht belegt.

In mehreren Studien kamen Forscher unabhängig voneinander zu dem Ergebnis, dass die regelmäßige Einnahme des Pilzextraktes eine ausdauer- und leistungssteigernde Wirkung zur Folge hat. So stellten chinesische Forscher 2004 fest, dass eine 6 Wochen lange Einnahme zu einer Steigerung der durchschnittlichen Sauerstoffaufnahme um 7 % führte. Eine ähnliche Studie im Jahr 2010 zeigte, dass bei älteren Menschen zwischen 50 und 75 eine merkliche Steigerung von Ausdauer und Leistungsfähigkeit festgestellt werden konnte. 2018 wurde der Extrakt einer jüngeren Testgruppe (Durchschnittsalter 22,7 Jahre) verabreicht. Hier zeigte sich sogar einer Verbesserung der Sauerstoffaufnahme um durchschnittlich 11 %.

Untersuchungen ergaben, dass die leistungssteigernde Wirkung u. a. auf die Anregung der Zellkraftwerke Mitochondrien zurückzuführen ist. Versuche an Mäusen haben so beispielsweise gezeigt, dass die Produktion von Adenosintriphosphat (ATP), welches der Hauptenergiespeicher im Körper ist, um 45 bis 55 % gesteigert wird. [1]

Neben der leistungssteigernden Wirkung konnten positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System nachgewiesen werden. Mehrere Studien haben gezeigt, dass der Extrakt des Heilpilzes den LDL-Cholesterinspiegel und den Triglyzeridspiegel senken kann. Erhöhte Werte können hier diverse Herzerkrankungen begünstigen.

Eine weitere Studie, welche die Wirkung auf Ratten mit einer chronischen Nierenerkrankung untersuchen sollte, führte zu dem Ergebnis, dass auch eine Abnahme der Herzschädigungen beobachtet werden konnte. Grund hierfür ist die Tatsache, dass eine chronische Nierenerkrankung die Herzinsuffizienz erhöhen kann.

Mit Cordyceps CS-4 hat die chinesische Regierung die synthetisch hergestellte Variante des Pilzes mittlerweile für die offizielle Verwendung in Krankenhäusern freigegeben. Es gibt derzeit keine Studien, ob Cordyceps Nebenwirkungen verursacht. Allerdings sind Ärzte angewiesen, auf die gleichzeitige Verwendung zusammen mit Antibiotika, Blutverdünnern sowie Diabetes-Medikamenten zu verzichten. Grund hierfür ist eine evtl. verstärkende Wirkung im Zusammenhang mit diesen Mitteln.

Beste Cordyceps

3. Welcher Cordyceps ist der Beste?

Die Nachfrage nach Pilzextrakten ist in den vergangenen Jahren gestiegen. In Apotheken, Drogeriemärkten und im Internet gibt es zahlreiche Angebote. Für den Verbraucher ist es schwierig, wirksame Extrakte von qualitativ minderwertigen Produkten zu unterscheiden.

ViNatura hat sich auf Heilpilzextrakte diverser Pilzarten spezialisiert. Dies schließt Extrakte auf der Basis von Cordyceps sinensis mit ein. Angeboten werden diese in Form von Kapseln, Pulver, Pulver-Kapseln sowie Flüssigextrakt. Alle Extrakte entstammen hochwertigen Pilzzuchten, welche in der unberührten Natur fernab von menschlichen Industrie- und Ballungszentren angebaut worden sind. Die Verarbeitung erfolgt unter Einhaltung strenger Qualitätskriterien. Alle Endprodukte werden in Deutschland und Österreich innerhalb einer GMP-zertifizierten Umgebung hergestellt. Regelmäßige Qualitätsanalysen gewährleisten einen über die Zeit hinweg gleichbleibend hohen Standard.

Neben dem Cordyceps CS-4 umfasst das Sortiment der Marke ViNatura auch zahlreiche andere Vitalpilze. Dazu gehören:

  • Champignon
  • Shiitake
  • Reishi
  • Zunderschwamm
  • Chaga, Hericium
  • Maitake
  • Ling Zhi
  • Coriolus
  • Polyporus
  • Auricularia,
  • Feuerschwamm
  • Pleurotus
  • Coprinus
  • Agaricus blazei
  • Tremella
Hilft Cordyceps

4. Gegen welche Beschwerden hilft Cordyceps?

4.1 Steigerung von Leistung und Ausdauer

Der häufigste Grund, weshalb Menschen Cordyceps kaufen, ist die ausdauer- und leistungssteigernde Wirkung des Pilzes. Weitläufige Bekanntheit jenseits der traditionellen chinesischen Heilkunde erlangte der Pilz daher im Rahmen sportlicher Wettkämpfe und innerhalb der Sportwissenschaft. Der Extrakt wirkt der Ermüdung der Muskulatur entgegen und sorgt so für eine längere Ausdauer. Gleichzeitig wird die Energieproduktion der Zellen sowie die Sauerstoffaufnahme angekurbelt. Dies sorgt für eine höhere Leistungsfähigkeit.

Die Bewohner des tibetanischen Hochplateaus haben als erste mit Cordyceps Erfahrungen gesammelt. Die verbesserte Sauerstoffaufnahme und höhere körperliche Ausdauer machen sich in der dünnen Höhenluft des Hochgebirges besonders gut bemerkbar. Auch beim Ausdauer- und Leistungssport wird von einer positiven Wirkung berichtet. [2] Um nachhaltig bessere Ergebnisse zu erzielen, wird eine regelmäßige Einnahme über mehrere Wochen hinweg empfohlen. Konkrete Ergebnisse konnten bei einer regelmäßigen Einnahme über 12 Wochen hinweg beobachtet werden.

4.2 Unterstützung beim Abnehmen

Cordyceps sinensis regt die Sauerstoffaufnahme der Muskeln an. Die führt nicht nur zu einer höheren Leistungsfähigkeit. Es sorgt auch dafür, dass der Kalorienverbrauch gesteigert wird. Dies macht den Pilz für Menschen interessant, die Ausschau nach einer Abnehmhilfe halten. Zudem unterstützt der Pilz die natürliche Nierenfunktion. Dies sorgt dafür, dass Schlackenstoffe, welche im Rahmen einer Diät gelöst werden, effektiver ausgeschieden werden können.

Durch die höhere Energiezufuhr berichten Nutzer von einem gesteigerten Gefühl der Vitalität. Dies wirkt einer eventuellen Schlaffheit aufgrund der Reduzierung der Kalorienzufuhr entgegen. Zudem hilft es Abnehmenden, Energie und Motivation zu finden, um sich im höheren Maß sportlich zu betätigen. Allerdings sorgt die Einnahme des Pilzes alleine nicht dafür, dass das Gewicht reduziert wird. Eine ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung bleiben auf jeden Fall Grundbedingungen für eine erfolgreiche Diät. Menschen, die Cordyceps kaufen, um ihre Diätbemühungen zu unterstützen, berichten jedoch über einen nachhaltig positiven Effekt.

4.3 Anti-Aging-Effekt

Cordyceps wird die Wirkung nachgesagt, einen verjüngenden Effekt auf den Körper zu haben. Die traditionelle chinesische Heilkunde schreibt dies einer positiven Wirkung auf die Lebensenergie Qi zu. Betrachtet man die Wirkungsweise des Pilzextraktes unter strengen medizinischen Standards, sticht einerseits die in Studien beobachtete Verbesserung der Nierenfunktion hervor. Dies kann eine Verbesserung bei diversen Herz-Kreislauf-Störungen, welche oftmals im höheren Alter auftreten, zur Folge haben. [3]

Ebenfalls im Zusammenhang mit einem möglichen Anti-Aging-Effekt gesehen werden die Antioxidantien, die in dem Pilz enthalten sind. Diese schützen die Körperzellen vor Schäden und beugen der Zellalterung vor. Eine dahin gehende Studie kam 2016 zu dem Ergebnis, dass der Pilz antioxigene und entzündungshemmende Eigenschaften aufweist, da er die Körperzellen vor der negativen Wirkung von freien Radikalen schützt.

4.4 Steigerung der Libido

Einige Anwender haben mit Cordyceps Erfahrungen mit Blick auf eine Steigerung der eigenen Libido gemacht. Diese Wirkung wurde sowohl von Männern als auch von Frauen festgestellt. In älteren chinesischen Schriften finden sich Anmerkungen, wonach der Pilz als wirksames Potenzmittel betrachtet wurde. In den vergangenen Jahren kamen mehrere chinesische Studien zu dem Ergebnis, dass 64 % der Männer mit einer herabgesetzten Libido und damit im Zusammenhang stehenden sexuellen Problemen von einer Steigerung ihrer sexuellen Leistungsfähigkeit berichten konnten. In einer ähnlichen Studie bei Frauen berichteten sogar 90 % der Probandinnen von einer Verbesserung.

Bei Tierversuchen hat sich gezeigt, dass der Pilz Samenbildung und Erektionsfähigkeit steigern kann. Untersuchungen beim Menschen haben gleichermaßen eine regulierende Wirkung auf die Geschlechtshormone bei Frauen und Männern gezeigt.

4.5 Stärkung des Immunsystems

Laut Untersuchungen soll Cordyceps eine Wirkung als bidirektionaler Immunregulator haben. Der Pilz soll ein schwaches Immunsystem verstärken und ein überaktives Immunsystem hemmen. [4] Diese doppelte Wirkung macht ihn bei verschiedenen Beschwerden im Zusammenhang mit dem Immunsystem interessant. Zum einen kann eine prophylaktische Anwendung zur Vorbeuge gegen saisonale Erkrankungen helfen, da das körpereigne Immunsystem schwächerer Menschen gestärkt wird. Gleichzeitig legen Studienergebnisse nahe, dass auch bei diversen Autoimmunerkrankungen ein positiver Effekt möglich ist.

4.6 Senkung des Blutdrucks

Chinesische Studien haben eine Senkung des Cholesterinspiegels beobachtet. In einer japanischen Studie zeigte sich, dass die Gefäßwände geglättet wurden, was zu einer Förderung der Durchblutung geführt hat. Im Zusammenspiel eignen sich diese Wirkungen, um bei Menschen mit einem erhöhten Blutdruck zur Senkung desselbigen beizutragen. Auf diese Weise könnte ein positiver Effekt auf das gesamte Herz-Kreislauf-System erzielt werden. [5]

Neben den hier beschrieben Anwendungsgebieten werden dem Pilz positive Effekte bei zahlreichen weiteren Beschwerden zugeschrieben:

  1. Steigerung der Ausdauer und Leistungsfähigkeit
  2. Regulation des Immunsystems
  3. Steigerung der Libido
  4. Senkung des Blutdrucks
  5. Senkung des Cholesterinspiegels
  6. Verbesserung der Lungenfunktion (auch bei Atemwegserkrankungen)
  7. Antioxidative Wirkung
  8. Unterstützung der Diät
  9. Hemmung von Entzündungen
  10. Stärkung der Nierenfunktion
  11. Verbesserung der Stimmung (mehr Energie)
  12. Verbesserung von Arthrose-Schmerz

Dosierung und Einnahme Cordyceps

5. Wie wird Cordyceps eingenommen bzw. wie dosiert man es?

Die Anwendung erfolgt grundsätzlich über die Einnahme des Extraktes. Der Extrakt wird in verschiedenen Darreichungsformen angeboten. Es handelt sich dabei um Pulver, Kapseln, Pulver-Kapseln sowie Flüssigextrakt. Bei Cordyceps ist die Dosierung immer von den Angaben des Herstellers abhängig, da die Konzentration des Extraktes je nach Produkt variieren kann.

Die klassische Variante stellen Pulver-Kapseln dar. Diese werden meiste (Herstellerangaben beachten) 2x täglich zusammen mit ausreichend Flüssigkeit zu den Mahlzeiten eingenommen. Alternativ dazu gibt es reine Kapseln, welche eine hochkonzentrierte Dosierung aufweisen. Zum Teil erfolgt hier eine Mischung mit zusätzlichen Pilz- und Pflanzenextrakten. Die Einnahme ist mit den Pulver-Kapseln identisch.

Pulver stellt eine beliebte Einnahmeform dar. Dieses lässt sich mit Flüssigkeit wie Tee vermischen und trinken. Bei pulverförmigem Cordyceps ist die Dosierung von Hand vorzunehmen. Hier sollte darauf geachtet werden, welche Konzentration vorliegt. Meistens ist die Konzentration bei Pulver viermal so hoch wie bei Kapseln. Ebenfalls getrunken werden kann Flüssigextrakt. Dieses enthält oftmals Zusätze wie Vitamine und Mineralstoffe. Es wird verdünnt mit Wasser eingenommen. [6]

Bei Cordyceps sind keine Nebenwirkungen bekannt. Dennoch sollte man sich stets an die vom Hersteller empfohlene Dosierung halten. Weil eine Wechselwirkung mit Medikamenten nicht ausgeschlossen werden kann, sollte vor der Einnahme ein Arzt konsultiert werden, falls regelmäßig Medikamente eingenommen werden müssen.

Fazit Cordyceps

6. Fazit: Warum ist Cordyceps so gesund?

Bei Cordyceps ist die Wirkung auf den menschlichen Körper in vielfacher Hinsicht belegt. Dieser Pilz findet daher nicht nur in der traditionellen chinesischen Heilkunde Anwendung, sondern wird auch in chinesischen Krankenhäusern von Ärzten zur Behandlung diverser Beschwerden genutzt. Cordyceps CS-4 erfreut sich als Nahrungsergänzungsmittel auch hierzulande wachsender Beliebtheit. Studien belegen dabei eine positive Wirkung auf Ausdauer, Leistungsfähigkeit, Atmung, Muskulatur und vieles mehr.

Quellenverzeichnis:

  1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28911537/
  2. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30806296/
  3. https://en.wikipedia.org/wiki/Cordycepin
  4. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31355548/
  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31118439/
  6. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27874103/
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Autor: Regine Mentzel

Regine Mentzel ist Bachelor of Applied Sciene/Master of Dietetic Practice-Absolventin an der Wiener Universität und schließt das zweite Jahr ihrer vierjährigen Reise zur anerkannten Ernährungsberaterin ab. Sie hat eine Leidenschaft für die mediterrane Ernährung und Themen wie Darmgesundheit, Unverträglichkeiten und die Unterstützung von Menschen bei der Erreichung ihres optimalen Gesundheitsniveaus. Zurzeit erforscht sie alle Aspekte der Ernährung und Diätetik und entdeckt, wo ihre Fähigkeiten und Leidenschaften liegen, und hofft, eines Tages ihre eigene Privatpraxis eröffnen zu können.